Satzung

Wie jeder Verein beruht auch unser Verein auf einer Satzung, die von einem Notar beglaubigt wurde. Dieses ist die aktuelle Fassung:

Satzung „Raubtier- und Exotenasyl e.V.“

§ 1 Name und Sitz
(1) Der Verein trägt den Namen „Raubtier- und Exotenasyl e.V.“ .
(2) Der Verein hat den Sitz in Ansbach/Wallersdorf, Leinmühlstraße 2.
(3) Der Verein soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ansbach eingetragen werden.

§ 2 Zweck des Vereins
(1) Der Verein dient der Erhaltung und Schutz von in Not geratener Raubtiere, Primaten und exotischen Tieren aller Art. Zweck des Vereins ist entsprechend zu § 10 b Abs. 1 EstG Ziff. 16 die Förderung des Tierschutzes.
(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung ( §§ 51 bis 68 AO ) in der jeweils gültigen Fassung.
(3) Der Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(4) Der Zweck wird verwirklicht insbesondere durch

  • Errichtung vereinseigener Anlagen oder Vermittlung an zoologische Gärten und Institutionen, die eine artgerechte Unterbringung unter sachkundiger Pflege der Tiere garantieren.
  • Die Aufnahme solcher exotischen Tiere, die behördlicherseits beschlagnahmt und übergeben werden oder einer Notsituation folgend von Institutionen und Privatpersonen dem Verein gebracht werden, soweit dieser vorübergehend Unterbringungsmöglichkeiten hat oder auf Dauer für künftige Unterbringungsmöglichkeiten sorgen kann.
  • Zur Durchführung des Zweckes sind entsprechende Räumlichkeiten zu schaffen oder anzumieten.
  • Aufklärung der Öffentlichkeit über illegalen Handel und die illegale Haltung mit exotischen Tieren im In- und Ausland, die dem Artenschutzgesetz unterstehen. Er wird im Zusammenwirken mit Behörden und Tierschutzorganisationen tätig gegen Tierquälerei und unsachgemäßer Haltung exotischer Tiere.
  • Besuche bei Privathaltern von Exoten und Hilfestellung zur Schaffung sicherer und artgerechter Unterbringung.
  • Aufklärungsarbeit der Allgemeinheit über Laborversuche mit Exoten und artgefährdeten Tieren.
  • Beteiligung an Arterhaltungsprogrammen für gefährdete Tiere durch zoologische Gärten.
  • Eigene Zucht in der vereinseigenen Auffangstation wird auf keinen Fall durchgeführt!
  • Pflegeverträge mit anderen gleichartigen Vereinen oder behördlichen Institutionen, soweit artgerechter Unterbringungsbedarf erforderlich wird und in vereinseigenen Gehegen Unterbringung ermöglicht werden kann.
  • Dem Verein obliegt es insbesondere darüber zu wachen, dass Zahlungen, die von vorgenannten Institutionen oder Personen erfolgen, entsprechend belegt werden. Die Gelder dürfen infolgedessen nur verbraucht werden für Unterbringung und damit verbundenen Reparatur-, Erhaltungs-, Personal-, Tierarzt- und Futterkosten.
  • Eine Zahlung an gewerbliche Tierhalter durch den Verein (Zirkusunternehmen, Freizeitparks u.a.) ist ausgeschlossen. Die Empfänger von Zahlungen durch den Verein müssen vorweisen, dass sie über anerkannte und artgerechte Einrichtungen verfügen und zwar durch Bescheinigung des WWF oder des Tierschutzverbandes Bayern oder einer anderen anerkannten Institution.
  • Anmietung geeigneter Einrichtungen für die Unterbringung in Not geratener Exoten oder er stellt im Rahmen seiner Möglichkeiten Gehege und Anlagen zur Unterbringung in artgerechter Weise.
  • Kostenlose Führungen und Aufklärung von Schulklassen und Fachgruppen zu Unterrichtszwecken.

§ 3 Gewinnverwendung und Begünstigungsverbot
(1) Etwaige Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(2) Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins keinen Anteil am Vereinsvermögen.
(3) Es darf keine Person durch Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßige Vergütung begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft
(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person und juristische Person werden. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist an den Vorstand zu richten, der über die Aufnahme entscheidet.
(2) Der Mitgliedsbeitrag wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt.
(3) Die Mitgliedschaft endet

  • a) durch Tod oder – bei juristischen Personen – durch Auflösung.
  • b) durch Austritt
  • c) durch Ausschluss
  • d) durch Streichung in der Mitgliederliste

Der Austritt aus dem Verein erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres. Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grund mit und ohne Einhaltung einer Frist durch Beschluss des Vorstandes möglich. Gegen den Beschluss des Vorstandes kann binnen einer Frist von einem Monat nach Zugang der Ausschlusserklärung Einspruch bei der Mitgliederversammlung eingelegt werden. Bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung ruhen alle Rechte des Mitgliedes. Die Streichung aus der Mitgliederliste erfolgt durch den Vorstand. Sie kann erfolgen, wenn das Mitglied mit seinem Mitgliedsbeitrag länger als drei Monate im Verzug ist und trotz Mahnung den Rückstand nicht innerhalb von zwei Wochen ausgeglichen hat. In der Mahnung muss das Mitglied auf die bevorstehende Streichung aus der Mitgliederliste hingewiesen werden.

§ 5 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:

  • (a) die Mitgliederversammlung
  • (b) der Vorstand

 

§ 6 Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung besteht aus den Vereinsmitgliedern.
(2) Mindestens einmal im Jahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt und zwar im ersten Halbjahr. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:

  • 1. die Wahl des Vorstands
  • 2. Entscheidung über Berufung eines ausgeschlossenen Mitglieds
  • 3. Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung
  • 4. Entlastung des Vorstandes
  • 5. Wahl des Rechnungsprüfer
  • 6. Änderung der Satzung
  • 7. Auflösung des Vereins

(3) Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vereins oder seinem Stellvertreter mit einer Frist von vier Wochen unter Angabe der Tagesordnung schriftlich eingeladen. Jedes Mitglied kann bis zu fünf Tage vor der Mitgliederversammlung Anträge zur Tagesordnung stellen (Tierpaten sind nicht automatisch Mitglieder). Sie ist einzuberufen, wenn ein Drittel der Mitglieder dieses verlangen. Die Tagesordnung kann durch Mehrheitsbeschluss der Mitgliederversammlung in der Sitzung ergänzt oder geändert werden; dies gilt nicht für Satzungsänderungen.
(4) Der Vorsitzende des Vorstandes oder sein Stellvertreter leiten die Versammlung.
(5) Bei der Abstimmung hat jedes volljährige Mitglied eine Stimme. Wahlberechtigt sind anwesende Mitglieder, eine Stimmübertragung ist nicht möglich. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen.
(6) Stimmberechtigt sind Mitglieder nur ab einem Jahr Mitgliedschaft im Verein.
(7) Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der gültigen Stimmen gefasst. Beschlüsse über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der gültigen Stimmen. Bei Wahlen ist derjenige gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
(8) Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Sitzungsleiter oder von einem anderen Vorstandsmitglied gegenzuzeichnen ist. Das Protokoll ist in der nächsten Mitgliederversammlung zu verlesen und zur Abstimmung zu bringen.

§ 7 Der Vorstand
(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, dem Schatzmeister, dem Schriftführer und fünf Beisitzern. Der Vorstand wird auf vier Kalenderjahre gewählt, jedoch bleiben die Vorstandsmitglieder solange im Amt, bis ein Nachfolger gewählt ist. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, z.B. durch Rücktritt oder Tod, ist das Ersatzmitglied des Vorstandes nur für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen gewählt. Bei längerer, anhaltender Krankheit eines Vorstandsmitglieds ist eine Übertragung des Organs auf eine andere Person nicht gestattet.
(2) Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Die Mitgliederversammlung kann jedoch mit einfacher Stimmenmehrheit beschließen, dass den Vorstandsmitgliedern für diejenigen Tätigkeiten, die über den üblichen Aufgabenkreis des Vereinsvorstands hinaus gehen
a) Entschädigungen für den tatsächlichen nachgewiesenen Aufwand
b) angemessene Abgeltung des Zeitaufwands gezahlt wird.
(3) Der Vorsitzende oder sein Stellvertreter vertritt den Verein gerichtlich oder außergerichtlich.
(4) Der Vorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(5) Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins, die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Verwaltung des Vereinsvermögens.
(6) Der Vorsitzende ruft bei Bedarf oder wenn zwei Vorstandsmitglieder es wünschen, eine Vorstandssitzung unter Angabe der Tagesordnung ein. Er leitet die Vorstandssitzung. Über Sitzungen ist ein Protokoll durch den Schriftführer anzufertigen und von ihm und den Vorsitzenden zu unterschreiben.
(7) Der Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB (so genanntes „In-Sich-Geschäft“) befreit.
(8) In den Vorstand können nur natürliche Personen, die Mitglied sind, mit Vollendung des 18. Lebensjahres gewählt werden.

§ 8 Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 9 Auflösung des Vereines
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks, fällt das gesamte Vermögen des Vereins an die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, die es unmittelbar und ausschließlich für Zwecke im Sinne der Satzung zu verwenden hat.

Errichtet in Ansbach am 11.05.2007
Fassung vom 18.06.2011