Haltung & Gehege

Unser wichtigstes Anliegen ist das Wohl unserer Tiere. Daher tun wir alles, um ihnen das Leben bei uns so angenehm wie möglich zu machen. Abwechslung zu bieten und Anreize zu schaffen gehört zu den Aufgaben der Tierpfleger, die sich immer wieder etwas Neues überlegen. Neben Spielzeug wie Reifen, Medizinbällen, Ästen, gefüllten Jutesäcken und Wasserkanistern haben sich auch Tannenbäume als nette Unterhaltung für unsere Tiere herausgestellt. Manchmal bietet sich auch die Gelegenheit, die Futterbeschaffung als Unterhaltung zu gestalten.

Unsere Anlage besteht aus variablen Gehegen, die miteinander verbunden werden können. So können wir bei einer geringen Tierzahl den einzelnen Tieren mehr Platz bieten.

Das große GehegeDie erste Anlage, die Besucher sehen, ist das Tigerhaus, in dem neben Tiger und Kiara auch Igor, Boris und Ussuri leben. Während Tiger und Kiara sich gerne ein Gehege teilen, beansprucht jeder unserer drei „Tiger-Jungs“ sein eigenes Revier.Die vier Gehege sind alle etwas unterschiedlich gestaltet und bieten zum Beispiel ein Wasserbecken, Naturboden, Baumstämme als Kratzmöglichkeiten oder verschiedene Liegeflächen. Jeden Morgen werden die Tiger Igor, Boris und Ussuri in ein anderes Gehege gelassen, so dass sie die Spuren des Tigers aufnehmen können, der am Tag zuvor hier „gewohnt“ hat.

Das zweite Gebäude grenzt direkt an unsere Vorrats- und Büroräume an. Hier wohnen Finja und Leo, die sich ein Gehege teilen. Auch die Puma-Geschwister Pünktchen und Anton leben gemeinsam in einem Gehege. Als alte Dame möchte Rhani hingegen ihre Ruhe und hat ihr Gehege lieber für sich. Dem Treiben der Füchse auf der einen Seite und der Pumas auf der anderen schaut sie aber gerne zu. Die Pumas hat sie allerdings nicht immer als direkte Nachbarn: Auch Luchs-Weibchen Anubis hat ihr Revier in dem Gehege auf der anderen Seite von Pünktchen und Anton. Um ihnen Abwechslung zu bieten, tauschen Pumas und Luchs die Gehege. Das letzte Gehege am Haus ist das von Nala, die momentan allein lebt. Damit sie nicht einsam wird, beschäftigen sich die Tierpfleger häufig besonders lang mit ihr.

James hat sein Gehege an der Vorderseite des Geländes und von dort aus einen guten Blick auf alle ankommenden Besucher. Gerne würden wir ihn und seine Tochter Nala zusammen halten. Japan-Makaken sind äußerst gesellige Tiere und leben normalerweise in engen Familienverbänden. Leider müssen wir die beiden im Augenblick trennen, da James so aggressiv ist, dass er Nala schwer verletzt hat. Auch um ihn kümmern sich die Tierpfleger besonders intensiv, damit er nicht vereinsamt.

An unserem Rundweg durch das Gelände, am Rand des benachbarten Waldgrundstückes, haben unsere Frettchen ihr Zuhause gefunden. Sie bewohnen zwei große Frettchengehege, die durch einen Tunnel miteinander verbunden sind. Dank beheizbarer Schlafboxen und warmen Trinkwasser sowie Abkühlung durch ein Luftsystem können sie das ganze Jahr über, winters wie sommers, draußen leben.

Die artgerechte Haltung unserer Tiere liegt uns am Herzen, und wir erfüllen alle Auflagen für ihre korrekte Unterbringung. Manche Träume können wir uns trotzdem noch nicht erfüllen: Am liebsten würden wir unseren Tieren noch mehr Platz bieten.

Leider sind uns momentan die Hände gebunden, da wir nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um die Gehege auszubauen. Am liebsten würden wir sie erneuern, vergrößern und ein Freigehege im angrenzenden Waldstück aufbauen.

Momentan muss es hier aber bei schönen Träumen bleiben: Viel nötiger als der Ausbau sind dringende Instandhaltungsarbeiten. Die Gehege, die unser Verein pachtet, stammen teilweise noch aus den 1970er Jahren. Damit sie funktionstüchtig bleiben, müssen wir viel Geld und Zeit investieren. Daher sind wir dankbar über jede Spende.